KUTIMAN ORCHESTRA

Samstag, 14.10.2017, 21:00 Uhr
Kulturbahnhof /Spitzweidenweg 24, Jena

 

KUTIMAN ORCHESTRA
„JAZZ IsREAL“ - Jazz & Worldmusic aus ISRAEL
Ophir Kutiel.KUTIMAN-key / Elran Dekel–g / Amir Bresler–dr / Idan Kupferberg–pec / Yosef Zisling-tp / Adam Scheflan–b

Zirkuszelt: Burgauer Weg 9a, 07745 Jena

Den meisten dürfte KUTIMAN durch seine bahnbrechenden Projekte ThruYOU und ThruYOU Too bekannt sein. Darin schneidet der Musiker, Komponist und Videokünstler KUTIMAN duzende unabhängige YouTube-Videos zusammen und kreiert dadurch zwei Online-Alben die bis dato über 11 Millionen mal angesehen wurden.

Doch Kutiman alias Orphir Kutiel ist auch aktiver Teil der Livemusik-Szene und begeistert sein Publikum mit dem gerade wieder gegründeten KUTIMAN ORCHESTRA – einer 7 bis 9 köpfigen Band. KUTIMAN ORCHESTRA füllen einen musikalischen Raum zwischen den unverwechselbar funkigen Grooves eines James Brown und dem psychedelisch kosmischen Jazz von Sun Ra. Die Kombination aus funkigen und psychedelischen Elementen in den Händen dieser Musiker klingt so organisch, dass die außergewöhnliche Verbindung dieser musikalischen Welten ganz natürlich scheint. KUTIMANs Können und die sehr genaue Auswahl seiner Musiker bringen diesen einzigartig berauschenden Sound hervor.

 

in eigener Sache:
TRANSFORMATIONEN - UMBRÜCHE IN JAZZ UND GESELLSCHAFT

Ein Netzwerkprojekt in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin
Lange schon zeichnet sich bei den Besuchen von Konzerten in Clubs und auf
Festivals ein Trend ab: das Jazzpublikum wird immer älter und junges Publikum
nimmt Konzerte, die mit dem Titel „Jazz“ überschrieben sind eher kritisch wahr.
Immer mal wieder zeigt sich aber, bei der Präsentation von Gruppen die sich in
verschiedenen Genrebereichen bewegen und mit einem eigentlich klassischen
Jazzprogramm auch ein sehr junges Publikum ansprechen, dass diese Regeln des
Marktes nicht gelten müssen und sich auch ein sehr junges Publikum gerne für
Jazzkonzerte begeistern lässt, solange ihnen der Zugang dazu vermittelt wird.
Wie aber kann nun langfristig dieses Imageproblem überwunden werden und dem
Genrebegriff „Jazz“ zu mehr Attraktivität, auch bei einer jungen Hörerschaft,
verholfen werden?

Das vorliegende Projekt TRANSFORMATIONEN möchte dazu verleiten,
Umbrüche zu gestalten und zu befördern, damit wir auch in Zukunft auf ein
aufgeschlossenes Publikum zählen können. Es geht um Mut zur Veränderung,
darum Vorurteile gegenüber Jazz abzubauen, Formate jenseits des Mainstreams zu
entwickeln und ausgetretene Pfade zu verlassen.

 

INTERVIEW: ZEIT ONLINE - 6 Oktober 2016

Kutiman - "Ich wollte etwas mit viel Rhythmus"
Interview:Johan Dehoust/6. Oktober 2016, 15:55 Uhr

ZEIT ONLINE:

Ich habe mir Ihren Film Mix Hamburg heute Morgen im Büro angeguckt und sofort
gute Laune gehabt. Ist diese Wirkung beabsichtigt?

Kutiman:
Lustig, dass Sie das sagen. Das haben heute schon zwei andere Leute behauptet. Für mich das beste Kompliment, das ich bekommen kann. Ja, ich glaube, Hamburg verschafft mir ein gutes Gefühl

ZEIT ONLINE:

Normalerweise klagen Besucher hier über das schlechte Wetter. Ihr Musikfilm lässt  einen glauben, Hamburg liege in der Karibik!

Kutiman:
Was soll ich sagen? Als ich für eine Woche zum Filmen hier war, war das Wetter die meiste
Zeit gut. Offensichtlich zeige ich jetzt nur die schöne Seite der Stadt. Das ist nun mal mein Eindruck. Es geht mir aber nicht darum, mich hinzustellen und zu sagen: Da is ist Hamburg.

ZEIT ONLINE:

Bekannt geworden sind Sie durch ihre Projekte Thru You und Thru You too , für die Sie aus YouTube-Aufnahmen von Hobby -oder semiprofessionellen Musikern neue Songs komponiert haben. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, den Klang von Städten festzuhalten?

Kutiman:
Die ist in Jerusalem entstanden. Ich war auf ein Festival eingeladen, um mich mit der Stadt ausein anderzusetzen und habe mir überlegt, herumzugehen und Musiker zu filmen, während sie an prägnanten Orten improvisieren. Aus den Aufnahmen habe ich wie bei meinem YouTube - Projekt einen Song zusammengesetzt. Danach habe ich aus einigen anderen Städten Einladungen erhalten, bei ihnen das Gleiche zu tun.

ZEIT ONLINE:

Nach Krakau, Tokio, New York, Tel Aviv und Istanbul war Hamburg dran. Was hat
Sie überzeugt?

Kutiman:
In Jerusalem reden alle immer nur von Berlin. Ich mochte es, eine deutsche Stadt kennenzulernen, um die es nicht einen so großen Hype gibt. Ich wusste wirklich nichts über Hamburgund musste mich erst einarbeiten.

ZEIT ONLINE:

In Ihrem Film spielen unter anderem Mitglieder der Band Meute oder vom Ensemble Resonanz mit. Wie sind Sie auf die gekommen?

Kutiman:
Da hat mir eine Mitarbeiterin der Letterbox Filmproduktion geholfen. Sie hat mir eine Liste
mit etwa 50 Musikern aus der Stadt gegeben und ich habe mich dann für zwölf entschieden. Ich wollte
etwas mit viel Rhythmus, eine Mischung aus Elektroni schem und Akustischem. Und es sollten Instrumente vorkommen, die für die Stadt eine Bedeutung haben, wie das Akkordeon.

ZEIT ONLINE:

Wussten Sie nicht, dass Hamburg für Hip-Hop bekannt ist?

Kutiman:
Wirklich? Nein, das wusste ich nicht. Ich glaube, dass auf der Liste einige Hip-Hop-Bands
waren. Mein Problem war aber, dass ich sie nicht verstanden habe. Den Fehler habe ich in Tokio
gemacht. Da habe ich einen MC gefilmt und hinterher nicht gewusst, wie ich die Aufnahme sinnvoll schneiden kann.

ZEIT ONLINE:

Hat Ihnen die Produktionsfirma auch geholfen, die Orte zu finden, an denen die Musiker spielen, zum Beispiel vor der Elbphilharmonie oder im Alten Elbtunnel?

Kutiman:
Genau. Ich habe mich auch darüber mit ihnen ausgetauscht.

ZEIT ONLINE:

Finanziert wurde Ihr Film vor allem von der Hamburg Stadtmarketing GmbH. Hat sie Einfluss auf Ihre Auswahl genommen?

Kutiman:
Davon habe ich nichts bekommen. Ich habe mich immer künstlerisch frei gefühlt.

ZEIT ONLINE:

Wie bei einigen ihrer vorherigen Stadt-Filmen ist es auch bei Hamburg möglich,sich
auf einer Homepage aus den musikalischen Improvisationen seinen eigenen Song zu basteln und
ihn mit anderen zu teilen oder an sie zu schicken. Was wollen Sie damit bezwecken?

Kutiman:
Dahinter steckt meine Neugier. Umgesetzt habe ich diese Idee mit dem British Council. Als
eine Einrichtung, die internationale Beziehungen stärken will, fanden die interessant, was ich mache.
Für mich ist es spannend zu sehen, wie andere die Filme und die Musik zusammenbasteln. Hoffentlich
kriege ich jetzt jede Menge Nachrichten aus Hamburg

Zurück

Für den Erwerb von Tickets wenden Sie sich bitte an den Veranstalter.