„SPIRITUAL STANDARDS“ BURGER & JAN VON KLEWITZ

Montag, 14.08.2017, 19:00 Uhr
Mauritiuskirche in Bad Sulza, zusätzliche Veranstaltungen

Foto:Tany Pictures

21. KLEINKUNSTFESTIVAL - von August bis Ende Oktober 2017
GRENZGÄNGER in Sachsen-Anhalt und Thüringen

„SPIRITUAL STANDARDS“
MARKUS BURGER - PIANO
JAN VON KLEWITZ - SAXOPHON

Do. 10.8.17 - 19.30 Uhr-Michaeliskirche-Erfurt
Fr. 11.8.17 - 19.30 Uhr – Kirche Greiz-Pohlitz  
So. 13.8.17 - 19.30 Uhr Stadtkirche Rudolstadt
Mo. 14.8.17 19.00 Uhr - Mauritiuskirche in Bad Sulza

Das Festival wird unterstützt von der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, vom Grenzgänger Verein zur Förderung von Kunst in Kirche und Gesellschaft e.V., der EKM und Jazzmeile Thüringen

Das Kleinkunstfestival –GRENZGÄNGER-der EKM hat sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Angebot vor allem in Kirchen des ländlichen Raums zu beleben.
Neues zu wagen, Grenzen zu überwinden und offen zu sein auch für Interessierte, die sich nicht der Institution Kirche zugehörig fühlen sind wichtige Anliegen.

2017 entstand die Idee, gemeinsam mit der LAG Jazz bzw. der Jazzmeile Thüringen eine Kooperation einzugehen und einige Konzerte zum Reformationsjubiläum zu organisieren.

Im August 2017 haben Besucher der Konzerte in Greiz, Rudolstadt, Bad Sulza und Erfurt die Möglichkeit, in den Klangkosmos der „Spiritual Standards“ einzutauchen.


„Vor elf Jahren sind sie angetreten, Lieder, die sonst nur im klerikalen Raum erklingen, der westlichen Kunst der Improvisation auszuliefern.
Pianist Markus Burger und Saxofonist Jan von Klewitz haben seither auf drei Alben bewiesen, dass im kirchlichen Liedgut mehr steckt als der Soundtrack für Messen, Vorlagen für düstere Orgel-Akkorde oder Noten für Gemeindechöre: nämlich jede Menge musikalisches Potenzial für Duo-Improvisationen. Ausgabe vier verlässt nun die europäische Sakralkultur und macht sich jenseits des Teichs auf die Suche.

Fündig werden wollten von Klewitz und Burger dabei bewusst nicht bei den Gassenhauern der amerikanischen Gospel-Literatur, sondern bei Liedern wie Thad Jones‘ „A Child Is Born“, „Ol‘ Man River“ oder „God Bless The Child“ von Billie Holiday. Herausgekommen ist dabei erneut ein Album der ruhigen Art, eine gelungene Gratwanderung, die sakrale Würde kultiviert, ohne den musikalischen Ideenreichtum hintanzustellen.

Die Spannung, die der Kontrast von hymnischem Saxofon-Ton und kraftvollem, melodischen Piano-Spiel erzeugt, bewahrt diese Auseinandersetzung mit religiöser Musik vor Abnutzungserscheinungen.“


INFO: http://www.grenzgaengerfestival.de


Die Situation
Kirchen sind Gotteshäuser. In Ihnen trifft sich die Gemeinde zum Gottesdienst. Darüber hinaus sind sie aber ein Ort, an dem gemeinsames Leben stattfindet, ein Ort des Singens, des miteinander Redens, des Lachens und des Nachdenkens. In früheren Jahren stellten sie das Zentrum des Lebens dar, nicht umsonst wurden die Kirchen im Zentrum der jeweiligen Orte errichtet. Diese zentrale Bedeutung haben viele Kirchen mittlerweile verloren. Kultur findet in großen Konzerthallen und Theatern statt. Kommunikation erfolgt über das Internet, Gottesdienste allein sind für viele Menschen kein Anreiz mehr, eine Kirche zu besuchen. Mit dieser Situation wollte sich ein kleiner Kreis engagierter Christen zum Ende des letzten Jahrtausends nicht mehr abfinden. Die Idee des Grenzgangs entstand.

Die Idee und die Absicht
Der Verein Grenzgänger setzt sich mit seinen seit 1997 stattfindenden Grenzgängerfestivals dafür ein,

dass unsere Kirchen und unser Gemeindeleben wieder mehr im Licht einer breiten Öffentlichkeit stehen,
die Gotteshäuser als Räume der Begegnung entdeckt, verstanden und erlebt werden,
dass sich in Gottes Haus alle Generationen treffen und zu Hause fühlen,
dass Interesse und Bedürfnis entsteht, Kirchen zu erhalten und viele sich hieran beteiligen,
dass wir mit anderen Initiativen ins Gespräch kommen und Gemeinsamkeiten erleben,
dass die Kunst in ihrer gesamten Vielfalt bei uns einen Raum erhält, soweit dies mit der Bestimmung eines sakralen Baus in Übereinstimmung steht.

Die Zielstellung
Im Zuge unseres alljährlichen Grenzgängerfestivals organisieren wir Auftritte von Künstlern der verschiedensten Genres. Die Veranstaltungen setzen nicht so sehr auf Althergebrachtes, sie sind anders und sollen neugierig machen. Hierdurch wollen wir erreichen, dass sich noch mehr Menschen eingeladen fühlen. Ziel einer jeden Veranstaltung ist es,

dass neue Kontakte auch für weitere Projekte, eventuell auch für Spendenwerbungen entstehen
dass die Gemeinde durch (noch) Außenstehende positive wahrgenommen und erlebt wird und dass ein finanzieller Erfolg Mittel für weitere Projekte der Gemeinden sichert

Kunst und Kirche
Christentum ist weit mehr als Religion. Das Abendland ist in seiner heutigen Form das Ergebnis des Einflusses durch die christliche Religion über 2000 Jahre in Philosophie, Moral, aber auch Kunst und Kultur. Die Bilder Michelangelos, die Altäre Riemenschneiders, die Musik Bachs …der Übergang zwischen Religion, Kunst und Kultur ist fließend, sie gehören zusammen. Die christlichen Gemeinden sind durch ihre Art des Gemeindelebens, ihren Umgang mit Gott und der Welt auch immer Kulturvermittler gewesen. Kunst und kirchliche Arbeit spiegeln Aspekte des menschlichen Daseins, beschreiben dieses, vereinen sich durch Elemente der Meditation und des Nachdenkens. Diese Elemente zusammenbringen stellt gleichwohl immer auch einen Grenzgang dar. Lassen Sie uns gemeinsam diesen Grenzgang unternehmen!

Zurück

Für den Erwerb von Tickets wenden Sie sich bitte an den Veranstalter.