Seit den siebziger Jahren gilt Uschi Brüning als die führende Jazzsängerin im Osten Deutschlands und startete mit dem Titel „Dein Name“ 1972 den Durchbruch. Bis heute erstreckt sich ihr Wirkungskreis von literarischen Chansons über Blues, Gospel, Swingstandards bis zur Improvisation im modernen Jazz – eine außergewöhnlich Gesangs-, Musik- und Wortperformance der Extraklasse, die ihresgleichen auf der Welt sucht.
Mit internationalen Projekten und eigenen Bands war sie auf den Bühnen der Welt unterwegs. Zu diesen Projekten zählen z.B. European Jazz Ensemble, Georgie Fame, Manfred Krug. Vom Schlager bis zum Free Jazz beherrscht sie dabei ein enorm breites Spektrum.
Ihre musikalische Karriere begann sie als Gitarristin in Amateurbands. Während der Ausbildung zur Justizbeamtin wechselte sie 1970 ins Profilager. Durch eine Tournee mit Manfred Krug und der Klaus Lenz Bigband 1971 wurde sie erstmals einem größeren Publikum bekannt. 1975 gründete sie ihre eigene Band. Sie arbeitete im Laufe der Zeit mit Eberhard Weise, Günther Fischer, Ernst-Ludwig Petrowsky und vielen anderen Komponisten und Künstlern zusammen.
Christian von der Goltz ist als Jazzpianist in der deutschen Jazzszene eine feste Größe, er besticht durch einfühlsame Begleitung wie durch ein stets ausgeprägtes Swinggefühl. Mit Uschi Brüning spielt er seit einigen Jahren in einem Programm, dessen Bandbreite von intimen Jazzballaden bis impulsiven Gospel- und Soulnummern reicht.
In Erfurt treten sie auf im Rahmen der Konzertreihe „Jazz hinter dem Eisernen Vorhang“, die zusammen vom Jazz Project Erfurt, dem Jazzclub Erfurt, den Schlösserkonzerten und KUNO e.V. organisiert werden und 2026 sechs Konzerte umfassen wird. Dazu wird es vor jedem Konzert eine einstündige Fragerunde mit den Künstlern geben, wo vom interessierten Publikum Fragen zu den Bedingungen des Jazz in den 60/70er Jahren gestellt werden können.
Weitere Musiker der Reihe werden u.a. Martin Kratochvil & JazzQ, Vladislav Sendecki & Baby Sommer und Conny Bauer sein.